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Editorial März 2017

Donnerstag, Mär 2, 2017

es wird immer mal wieder in der Medienlandschaft kolportiert, dass doch tatsächlich am Rande des Sonnensystems ein neunter Planet existieren soll. Doch bislang konnten Forscher ihn nur theoretisch berechnen, beobachtet werden konnte dieser potentielle Himmelskörper bisher nicht. Viele Forscher glauben trotzdem, dass er existieren muss. Denn kleine Elemente, die sich jenseits von Neptun, dem äußersten Planeten befinden, verhalten sich nicht so, wie sie es eigentlich müssten. Sie scheinen von einer bislang nicht bekannten Kraft in ihrer Bahn beeinflusst zu werden. Erklären könnte man diese Auffälligkeit, wenn es einen großen Planeten gäbe.
Wie genau der allerdings beschaffen sein müsste – darüber gibt es verschiedene Theorien. So könnte es sich nach Überzeugung von Astronomen des California Institute of Technology (Caltech) um einen Eisriesen handeln. Theoretisch vorhanden – aber noch nicht entdeckt. Das könnte daran liegen, dass dieser Planet einen zwei- bis vierfachen Radius wie die Erde hat, also ähnlich groß wie Neptun und er müsste weit „draußen“ liegen. Eine Umrundung der Sonne würde dann, so die Überlegung von Wissenschaftlern, rund 15.000 Erdenjahre dauern.
Wenn das alles zutrifft, dann kann man den Optimismus schon verstehen, dass der „theoretische“ Planet innerhalb der nächsten Jahre entdeckt wird. Normale Erdenbürger werden sogar in einem Projekt über die Website „backyard worlds: planet 9“ gebeten, sich an der Suche aktiv zu beteiligen. Die Freizeitforscher müssen hier auf Videos Unregelmäßigkeiten bzw. fremde Bewegungen ermitteln, da das menschliche Gehirn dies besser kann als ein Computer. Vielleicht kann man so bei Langeweile prima die Zeit totschlagen, und das mit dem guten Gefühl, immerhin an der Erforschung des Weltalls beteiligt zu sein. Allerdings sollte man sich dabei durchaus im Klaren sein, dass Planet 9 vielleicht gar nicht existiert. Die wissenschaftliche Debatte darüber ist nämlich noch längst nicht abgeschlossen und wie schon angeführt, entdeckt ist er ja auch noch nicht. Auch wenn sich viele Dinge im Zusammenhang mit der Erforschung des Weltalls oft abenteuerlich, phantastisch oder sogar unglaubwürdig darstellen. Fakt ist jedoch ganz unstrittig, dass aus dieser Forschung die Wissenschaft bahnbrechende Entwicklungen ableiten konnte, gerade auch für unsere Gesundheitsbranche. Dies muss natürlich so bleiben, es liegen hier ganz sicher noch viele Lösungen für viele unserer Probleme im Verborgenen – sie müssen „nur“ entdeckt werden. Auch wenn es nicht immer gleich Planeten sind. Freuen wir uns nun erst einmal auf einen schönen Frühling, der meteorologisch bereits am1. März und kalendarisch in diesem Jahr – und das ab jetzt für viele Jahre – bereits am 20. und nicht wie gewohnt am 21. März beginnt. Wenn Sie wissen möchten, warum das so ist, verrät Ihnen der Gregoriansche Kalender die Gründe hierzu.