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Editorial März

Donnerstag, Mär 1, 2018

Ostern naht mit Riesenschritten und das ist für viele von uns ein Grund, einen ersten Urlaub in diesem Jahr anzutreten. Die einen zieht es noch ins Gebirge zum Schneesport, die anderen bevorzugen den sonnigen Süden, was heutzutage durch das Fliegen leicht möglich ist. Das war nicht immer so, das ist bekannt. Vor nicht allzu langer Zeit trauten sich nur die Mutigsten in die Luft. Das erste Mal gingen 1783 gleich 2 Menschen in die Luft, nämlich die Brüder Montgolfier, die den Heißluftballon erfunden hatten. Damit begann also das Luftfahrtalter, anfangs allerdings recht überschaubar. Bis das erste Gefährt, das einem Flugzeug ähnelte, vom Boden abhob, dauerte es bis 1891. Otto Lilienthal gelangen zu dieser Zeit die ersten kontrollierten Gleitflüge der Menschheit. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts überschritten dann immer wieder Tollkühne und Wagemutige die Grenzen der Luftfahrt, die als unüberwindbar galten. 1900 stieg mit dem LZ1 der erste Zeppelin in die Luft und kurz darauf legten die Brüder Wright 1903 den nächsten Meilenstein, als sie zum ersten Mal einen motorisierten Flug vollführten. Bei der Premiere kamen sie immerhin 37 Meter weit. Die Luftfahrt erlebte dann einen wahren Boom. So überquerte Louis Blériot den Ärmelkanal 1909 zum ersten Mal mit einem Flugzeug. Mit seinem Eindecker  traute er sich an dieses waghalsige Abenteuer heran, obwohl er noch nicht einmal schwimmen konnte. Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, beschleunigte sich die Entwicklung neuer Flugzeuge rasant. Die Flugzeuge waren – im Vergleich zu den heutigen – zwar noch sehr zerbrechlich, doch der Fortschritt auf dem Feld der Luftfahrt war nicht mehr aufzuhalten. Am 21. Mai 1927 schrieb dann Charles Lindbergh Luftfahrtgeschichte. Als erster Mensch flog er alleine und ohne Zwischenlandung über den Atlantik. Mit seiner "Spirit of St. Louis" brauchte er 33,5 Stunden für die knapp sechstausend Kilometer. Bevor Lindbergh zur Legende wurde, hatten sich aber zuvor schon unzählige Visionäre und Träumer – teils erfolgreich, teils kläglich scheiternd – am Fliegen versucht. Der Wunsch, wie ein Vogel durch die Luft gleiten zu können, ist schließlich schon so alt wie die Menschheit. Den nächsten großen Schub erfuhr die Luftfahrt im zweiten Weltkrieg. So wurde 1939 mit der HE-178 von Heinkel das erste Düsenflugzeug der Welt entwickelt. Charles Elwood Yeager steuerte zwei Jahre nach Ende des Krieges das erste Flugzeug, welches schneller als der Schall flog. Seine Bell-XS-1 flog stolze 1.078 Kilometer pro Stunde und wurde von Raketen angetrieben. Wiederum nur zwei Jahre später hob mit der Comet 1 das erste strahlgetriebene Passagierflugzeug ab. Damals ahnten vielleicht nur wenige Zeitgenossen, dass es bald Großraumflugzeuge wie den Jumbojet (1968) oder später den A380 geben würde, der über 700 Menschen „mitfliegen“ lässt. Parallel entwickelte sich nach dem Krieg die Raumfahrt, auch das ist ein uralter Traum der Menschheit, die Sterne erobern zu können. Nach der ersten Mondlandung von 1969 wurden immer weiter entfernte Ziele im Weltall angepeilt, bisher allerdings nur unbemannt. Das aber soll sich ja wohl in den nächsten 2 - 3 Jahrzehnten ändern, warten wir es mal in aller Ruhe ab. Das sangro Team wünscht Ihnen unabhängig davon erst einmal ein frohes Osterfest hier auf festem Boden und schöne Feiertage mit Ihren Verwandten oder Freunden.