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Editorial Mai

Dienstag, Mai 1, 2018

Willkommen im Wonnemonat Mai. Warum wird er eigentlich Wonnemonat genannt? Seit alters her ist der Mai als Wonne-, Liebes-, Blumen- und Frühlingsmonat benannt und bekannt. Im 8. Jahrhundert führte Karl der Große den Namen „Wonnemond” ein (eigentlich althochdeutsch „wunnimanot“ = Weidemonat), der darauf hinweist, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Heutzutage geschieht das wohl früher, was aber nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, oder doch? Mit „Wonne“ im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also eigentlich nichts zu tun. Die Bezeichnung Blumenmond erhielt der Mai wegen der Hauptblütezeit
vieler Blumen und Pflanzen. Das Maiglöckchen wurde sogar nach diesem Monat benannt. Dichter, Sänger und Liedermacher besangen und besingen den Mai als „Wonnemonat”, in dem es endlich richtig Frühling wird, nachdem der launische April hier und da noch für Wetterkapriolen sorgte. Wie viele andere Monate ist der Mai (lat. Maius) nach einer römischen Gottheit benannt. In diesem Fall wurde der Name von Maia (hier ist nicht die gleichnamige Biene gemeint) inspiriert, die mit Bona Dea assoziiert wird, der römischen Göttin der Fruchtbarkeit. Der Mai war ursprünglich der dritte Monat, da das Jahr im alten Rom mit dem März begann. Mit der Einführung der Monate Januar und Februar rutschte der Mai auf Platz 5 in der Reihenfolge. Fast schon mysteriös mutet an, dass kein anderer Monat im Jahresverlauf mit demselben Wochentag beginnt oder endet wie der Mai – weder in einem „normalen“ Jahr noch in einem Schaltjahr. Dafür beginnt der Mai immer mit demselben Wochentag, wie der Januar des Folgejahres. Zum Titel Wonnemonat passt natürlich auch die Vielzahl der Feiertage im Monat Mai. In diesem Jahr sind es – je nach Bundesland – 3 oder 4 Feiertage. Er fängt gleich gut an, der 1. Mai ist bereits ein Feiertag,
bundesweit. Der Ursprung des „Tages der Arbeit“ resultiert, wie der Titel schon aussagt, aber eher nicht aus irgendwelchen Wonnen, sondern aus der harten physischen Arbeit, die von vielen Menschen geleistet wurde und wird. Es folgt der 10. Mai, Christi Himmelfahrt, ebenfalls bundesweit. Und danach Pfingsten, der Montag gilt natürlich auch für ganz Deutschland. Genau genommen müsste man ja den Pfingstsonntag auch als Feiertag werten, da er aber eben auf einen Sonntag fällt, denken die meisten gar nicht darüber nach. Der Monat endet, wie er begann – mit einem Feiertag: der 31.5. ist Fronleichnam, allerdings ist der nicht bundesweit.
Ein berühmtes Zitat darf auch hier nicht fehlen: Alles neu macht der Mai. Dieser Titel eines Volksliedes von  Hermann Adam von Kamp wird oft in der Umgangssprache genutzt, wenn es gilt, etwas zu beschreiben, was – positiv – erneuert wird. Das geschieht auch immer wieder bei uns: Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser neuer Katalog 2018/2019 im Mai neu erscheint und Ihnen wie immer postalisch zugestellt wird. Auch in dieser Ausgabe gibt es wieder eine Fülle von Neuheiten und Produktveränderungen – sowie auch viele neue und nochmals verbesserte Konditionen für Sie. Viel Spaß beim Durchstöbern der einzelnen Kapitel wünscht das sangro Team.