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Editorial März 2019

Freitag, Mär 1, 2019

einen Blick in die Tier- und Pflanzenwelt zu werfen, lohnt sich eigentlich immer. Besonders, wenn wieder neue Tier- oder Pflanzenarten entdeckt werden, so wie im vergangenen Jahr im Mekong-Delta. Vielleicht nicht ganz so sensationell, wie die 3. Orang-Utan Spezies vom Februar, aber durchaus hochinteressant. Der mehr als 4000 Kilometer lange Mekong entspringt bekanntlich im Tibet und fließt durch Südwestchina über Birma, Laos, Thailand und Kambodscha bis Vietnam, wo er ins Meer strömt. Die Ökosysteme in der Region sind durch die Verbauung von Flüssen und das Abholzen der Wälder für Palmöl- oder Nutzholz-Plantagen bedroht. In der Region sind 240 große Staudämme geplant oder bereits gebaut, berichtet der WWF. Verschärft würden die Probleme einmal mehr durch den Klimawandel. Die Region sei schon wärmer geworden und das Süßwasser knapper. Dürren und Überschwemmungen nehmen laut WWF ebenfalls zu. Die Organisation fordert grenzübergreifende Schutzgebiete und eine gemeinsame Strategie der Länder zur Anpassung an den Klimawandel. „Die neuen Funde zeigen, dass im Greater Mekong-Gebiet vermutlich noch hunderte Arten auf ihre Entdeckung warten“, sagte WWF-Süßwasserexperte Martin Geiger. „Sie drohen auszusterben, ohne jemals von Forschern gesichtet worden zu sein.“ Unter den spektakulären Entdeckungen waren Reptilien, Frösche, Säugetiere und ein flugfauler Vogel, Nonggang-Schwätzer genannt. Aber auch neue Pflanzenarten wie Orchideen, Palmen, oder Bananen entdeckten Forscher in dieser Region. Ein Vögel fressender Frosch mit Fangzähnen und ein Leoparden-Gecko mit orangefarbenen Katzenaugen sind unter 163 neu entdeckten Tier- und Pflanzenarten in Asien. Forscher fanden die Tiere und Pflanzen im vergangenen Jahr entlang des mächtigen Mekong-Flusses zwischen Südwestchina und Vietnam, berichtete die Umweltstiftung WWF in Bangkok. Ihr Lebensraum sei aber akut bedroht: nur noch fünf Prozent der Landschaft seien intakt, und der Klimawandel beschleunige die Gefahren für Pflanzen und Tiere.
Die Biologen beschreiben unter anderem einen Frosch mit dem überdimensionalen Kopf und Fangzähnen aus Thailand (Limnonectes megastomias), der andere Frösche und Vögel frisst. Selbst Artgenossen sind vor ihm nicht sicher, wie Wissenschaftler beobachteten. Auch eine Gecko-Art beeindruckten die Forscher sehr. „Der entdeckte Leoparden-Gecko ist eine biologische Sensation“, so Sprecher des WWF. „Seine grellen Katzenaugen und das Fleckenmuster könnten ihm jedoch zum Verhängnis werden. Sie machen ihn zu einer Goldgrube für Reptilienhändler.“ Das Tier heißt mit lateinischem Namen Goniurosaurus catbaensis. Auf einer Insel vor Vietnam entdeckten Biologen dann eine neue Art Grubenotter (Cryptelytrops honsonensis). Sie ist einen halben Meter lang und hat 92 Tigerstreifen auf den strohgelben Körper. Vieles wartet also noch darauf, entdeckt zu werden und auch hier gilt wieder: Hoffentlich noch rechtzeitig vor dem drohenden Aussterben. Auch unsere Gesundheitsbranche lebt und wächst durch Entdeckungen und Forschung. Neue Produkte schaffen eine bessere Lebensqualität oder bringen sie wieder zurück. Leider muss jedoch befürchtet werden, dass durch zunehmende, verschärfte Reglementierungen die Einführung von Innovationen in den Markt verzögert oder schlimmstenfalls ganz verhindert wird. Allerdings sind Schnellschüsse wie jüngst im Bereich der PG 12 ebensolche Stolpersteine, die niemand  braucht.